Zur Geschichte des Vereins

Bereits in den Jahren 1860 bis 1863 hatte sich in Salzkotten eine Turngemeinschaft gebildet. 1864 beschloss diese in einer Versammlung die Gründung eines Turnvereins. Diese Gründerversammlung fand im Gasthaus Meyer, dem heutigen Sitz der Volkshochschule, statt. Als Turnlokale standen damals verschiedene Säle in Gasthäusern zur Verfügung. Sehr bald wurde auch eine Fahne angeschafft, mit der die Reservisten 1870/71 zur Einberufung nach Soest begleitet wurden.

 

Neben den regelmäßigen Treffen zum Turnen gab es auch Stiftungsfeste in Form von Garten- und Turnfesten. Diese mussten ebenso wie der Wechsel des Vereinslokals dem Bürgermeister schriftlich angezeigt und von ihm genehmigt werden.

 

Zu Turnfesten fuhr man mit Fahrrädern oder der Bahn. Zum Hermanns-Bergfest, das 1902 in Detmold stattfand, fuhren die Teilnehmer mit einem grün geschmückten Pferdewagen. Ein Salzkottener Turner konnte damals sogar den ersten Platz belegen.

 

Zwischen 1922 und 1924 wurde der „Verein für Bewegungsspiele" in den Turnverein aufgenommen und deshalb änderte man den Namen des Vereins in "Turngemeinde 1864". Neben dem reinen Turnbetrieb der Männer gab es jetzt auch eine Fußball-, Handball-, Leichtathletik-, Schwimm- und Frauenturnabteilung.

 

1925 wurde ein Bezirksfest der Deutschen Turnerschaft in Salzkotten veranstaltet und 1934 fand zum 70-jährigen Bestehen des Vereins eine Werbeturnveranstaltung statt. 1930 wurde erstmalig eine Frau in den Vorstand gewählt.

 

Nachdem 1935 der Bau einer neuen Schützenhalle in Salzkotten beschlossen worden war, fanden nach der Fertigstellung dort die Übungsabende der Turner und zahlreiche Festlichkeiten statt. Von 1933 bis 1945 war der Verein den Anordnungen der NSDAP ausgesetzt. Die vorgeschriebenen Änderungen in der Sport- und Vereinsbewegung mussten hingenommen werden. Alle Turner bekamen Reichspässe und die Satzung des Vereins wurde nach Weisung des Reichssportführers geändert und angenommen. Der Turnbetrieb fand in dieser Zeit nur sehr eingeschränkt statt.

 

Im Frühjahr 1946 wurde die Neugründung des Vereins durch die Militärregierung in Büren genehmigt. Die Turngemeinde wurde unter dem Namen “Turnverein 1864“ am 13.06.1946 mit den Abteilungen Gerätturnen, Gymnastik, Tischtennis, Leichtathletik, Schwimmen und Sommerspiele wieder aktiv. 1954 schied die Tischtennisabteilung aus dem Verein aus und wurde ein eigenständiger Verein. Bereits 1952 bestand eine Musikabteilung und 1958 wurde der Spielmannszug Salzkotten neue Abteilung des Vereins, die 1967 durch einen Mädchenfanfarenzug verstärkt wurde. Nach 30-jähriger Zugehörigkeit wurde der Spielmannszug wieder ein eigenständiger Verein.

 

1956 wurde die Judoabteilung gegründet, die bis heute existiert und damit die zweitälteste Abteilung des Vereins ist. Hier wird Training in unterschiedlichen Trainingsgruppen von 6 – 99 Jahren angeboten. Nicht nur der Breitensport wird mit regelmäßigen Gürtelprüfungen und breitem Techniktraining gefördert, sondern auch im Leistungssport gibt es ein großes Angebot. So holen die Kämpfer des TVS auf Kreis und Bezirkseben regelmäßig Titel. Auch unsere Senioren -Landesligamannschaft hat 2012 um den Aufstieg mitgekämpft.

 

Die Basketballabteilung, 1976 gegründet, bietet Mädchen und Jungen in allen Altersklassen von 8-18 ein breites Sportangebot. Der attraktive Teamsport wird als Hobby-, Breiten- und Leistungssport in sechs Seniorenmannschaften bestritten. Spätestens nach der Zweitligazeit (1995-2000) zählt das Regionalligateam zu den sportlichen Imageträgern der Stadt.

 

Im Jahre 1978 kam mit Volleyball eine weitere Abteilung hinzu. Hier trainieren Mädchen und Frauen in unterschiedlichen Gruppen von Hobby- bis zur Wettkampfmannschaft.

 

Die Abteilung Aerobic/Rhythmik, 1982 gegründet, ist nun stärkste Abteilung des Vereins, der insgesamt 749 Mitglieder hat. Das sportliche Angebot ist breitgefächert von Aerobic bis Rückenschule, Eltern- und Kind-Turnen und Fitness für sie und ihn. Aus dieser Abteilung kam auch der Impuls zur Gründung der Herz- und Diabetikersportgruppe im Jahre 2000, die in der Bevölkerung gut angenommen und von den Ärzten unterstützt wird.

 

 

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